Von Eltern und Kindern …
Liebe Marienhof-Besucher,
bin ich froh, dass meine Lisa schon so groß und selbständig ist. Auch ich hatte so einige Kämpfe mit ihr, wann immer sie etwas durchsetzen wollte. Und auch wenn es schön war, gebraucht zu werden, als sie klein war, jetzt erscheint es mir doch einfacher. Und sie können mir glauben, ich habe direkte Vergleiche! Marie ist zu Besuch und Kerstin hat ihre liebe Not, ihrer Tochter beizubringen, dass ihr neuer Partner eine Frau ist. Und das ist noch nicht alles. Ich bin mir nicht sicher, ob Marie schon weiß, dass sie Kerstin und Juliette bald in Frankreich besuchen muss. Wenn da mal nicht noch mehr Ärger auf die beiden zukommt. Sülo und Bruno haben es im Moment auch nicht leicht. Ich finde es wirklich herzzerreißend, wie Bruno im Radio nach einer neuen Mutter sucht. Der arme Sülo hat die schwere Aufgabe, seinem Kind schonend beizubringen, dass man ein neues Familienglück leider nicht erzwingen kann. Auch wenn ich es den beiden so gönnen würde. Aber nicht nur die eigenen Kinder bringen Trubel ins Haus. Auch Ziehkinder oder jüngere Geschwister haben es in sich. Das kann ich bei Charly beobachten. Tarek hat eine schwere Entscheidung zu treffen. Hoffentlich muss er nicht zurück in den Iran, das würde Ruth das Herz brechen. Ich fühle mich irgendwie krank – hoffentlich kein ernster Infekt.
In diesem Sinne alles Liebe,
Inge
gerade erst letzte Woche habe ich von Constanze berichtet, die Fechner übel mitspielt und jetzt spitzt sich die Lage noch mehr zu. Wie Sie vielleicht mitbekommen haben, helfe ich zu Zeit etwas bei David im Büro aus – der Arme ist ohne Sekretärin ja ganz unorganisiert. Und jetzt bekomme ich mit, dass Constanze Drohbriefe erhält. Ehrlich gesagt, bei all dem was sie angerichtet hat, wundert mich das überhaupt nicht. Aber wer steckt dahinter? Fechner? Und wenn ja, was hat er vor? Ich habe einen Blick in die Sterne geworfen und gerade stehen die Konstellationen so, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit zu Unfällen kommen kann. Ich hoffe sehr, dass Fechner keine Dummheiten macht – auch wenn man ihn verstehen könnte – aber Rache hat noch nie etwas besser gemacht, sondern nur alle Beteiligten ins Unglück gestürzt. Wahrscheinlich haben Sie schon mitbekommen, dass auch bei Stefano die Wut ziemlich hoch kocht. Also muss auch der seine negativen Energien im Zaum halten. Etwas unheimlich wird mir auch, weil die Sterne andeuten, dass es zwei Abschiede im Marienhof geben wird. Ich weiß ja bereits, dass Kerstin mit ihrer Juliette nach Frankreich gehen will. Den beiden wünsche ich für ihre kleine Patisserie in der Provence alles Glück der Welt, auch wenn ich Kerstin ganz schrecklich vermissen werde. Aber ich habe absolut keine Ahnung, wer uns noch verlässt. Ich bin mal positiv und hoffe, dass ein ähnlich romantischer Hintergrund der Grund für einen weiteren Abschied ist. Wahrscheinlich weiß ich nächste Woche schon mehr …
ich bin wirklich sehr bestürzt, dass der Marienhof wieder einmal von den schlechten Seiten einer Bewohnerin heimgesucht wird. Thorsten Fechner mag seine schwierigen Eigenschaften haben, aber was ihm zurzeit passiert, finde ich wirklich ungerecht, das hat er nicht verdient. Und wir alle sind uns einig, dass Constanze bei den üblen Schicksalsschlägen, die Fechner heimsuchen, ihre Finger mit im Spiel hat. Fechner hat die rosa-rote Brille auf und will das nicht wahrhaben, doch die Indizien mehren sich und die Zufälle sind zu gewollt – so viel Pech kann man gar nicht haben. Ich hoffe, dass Fechner erfolgreich den Kampf gegen Constanze aufnimmt, auch wenn ich noch keine Ahnung habe, wie man Constanze den Brand nachweisen kann. Aber wie heißt es so schön? Lügen haben kurze Beine und die Wahrheit währt am längsten. Besonders in diesem Fall möchte ich an die Richtigkeit dieser Sprichwörter glauben. Falls nicht, müssen wir eben nachhelfen. Zusammen schaffen wir es schon, dem Bösen das Handwerk zu legen. Also drücken Sie uns ganz fest die Daumen, dass die Gerechtigkeit gewinnen möge …
Auch die nette Heidi aus dem Back Dat kann davon ein Lied singen. Sie hat ein überaus verlockendes Angebot als Modell bekommen, doch ihrem feurigen Spanier passt es gar nicht, dass seine Freundin die Hüllen fallen lässt. Carlos kocht vor Eifersucht. Ob er auch das Versöhnungsessen kocht?
die verschieden Lebensphasen eines Menschen und die dazugehörigen zukunftsweisenden, alterstypischen Entscheidungen ziehen sich auch durch den Marienhof. So beobachte ich voller Freude die zarte Liebe zwischen Ruth und Tarek. Sie sind erst am Anfang ihrer Lebensplanung und der Umgang mit der Liebe ist für die beiden noch geprägt von Unsicherheit und Aufregung. Aber es gibt Lebensabschnitte, in denen es schwieriger ist, die richtige Entscheidung zu treffen. Nic und Toni lieben sich. Sie überlegen bereits den nächsten Schritt und wollen heiraten. Nur ist Toni plötzlich verunsichert, da sie schon zwei gescheiterte Ehen hinter sich hat. Sollte man den einen, großen Lebensabschnitt im Leben mehrmals wagen? Der Ehe eine zweite oder gar eine dritte Chance geben? Ich denke, die Liebe ist es immer wert, ein Risiko einzugehen. Daher würde ich mich auch wahnsinnig freuen, wenn Carlos und Heidi endlich zusammenziehen. Und was kommt nach dem Zusammenziehen? Der Nachwuchs. Netty hat mich ins Vertrauen gezogen. Seit sie sich um Bruno gekümmert hat, wünscht sie sich ein Kind. Also ich würde mich ja über ein noch ein kleines Baby im Marienhof freuen, damit Angelo später jemanden hat, mit dem er spielen kann. Aber Netty sollte sich sicher sein, dass das Baby kein Lückenbüßer für den geplatzten Traum vom eigenen Friseursalon ist. Und während alle um mich herum damit beschäftigt sind, eigene Lebensmodelle zu finden und umzusetzen, haben andere ganz neue Ideen zur Gestaltung ihres Lebens. Ich überlege mir lieber nicht, was die Dreier-Konstellation von Kerstin, Juliette und Raul zu bedeuten hat. Aber man muss ja auch nicht für alles offen sein. Die Frage ist nur für mich, ob die drei wissen, auf was sie sich da einlassen.