Liebesdinge
Liebe Marienhof-Besucher,
eine Frau in meinem Alter hat in Liebesdingen viel erlebt. Auf manch romantische Stunden schau ich mit einem Lächeln zurück, andere Liebesausflüge waren weniger erfreulich. Aber ich registriere amüsiert, dass das Spiel rund um die Liebe über Generationen gleich geblieben ist. Selbst bei Carlos’ kleiner Tochter Carolina hat die Liebe ihre Finger schon im Spiel. Carlos hat herausgefunden, dass sie ihren Sprachaufenthalt in Paris gar nicht seinetwegen geschwänzt hat, sondern wegen eines Jungen, den sie gar nicht kannte. Sie hatte sich übers Internet in ihn verguckt und kaum war sie hier, jagte sie uns allen einen ordentlichen Schrecken ein, als sie plötzlich verschwand. Carolinas Schwärmerei mitzuerleben erfüllt mich mit einer Mischung aus Glücksgefühl und Wehmut auf die alten Zeiten. Und auch Valentins und Leas junge Liebe muss wachsen und reifen und ihre erste, richtig schwere Prüfung überstehen. Doch wenn ich von Tanja höre, wie es um Toni, Frida und Nic steht, erinnere ich mich daran, wie Liebe eingesetzt werden kann, um Menschen zu manipulieren. Ich habe ja immer noch den Eindruck, dieser Frida kann man nicht über den Weg trauen, und ich hoffe, Nic erkennt das, bevor er Toni endgültig verliert. Oder hat Frida etwa doch ehrliche Gefühle für ihren Noch-Ehemann und man sollte ihnen eine zweite Chance wünschen? Ich bin mir da nicht so sicher …
Und nicht zuletzt die Liebe in der Krise bei Raul und Kerstin. Geschockt war ich, als Heidi mir erzählt hat, dass Raul nun den Marienhof verlassen will und Kerstin selber glaubt, dass es so am besten ist. Ist bei den beiden die Liebe gar am Ende? Warten wir ab, was die Zukunft ihnen bringen wird.
Ihre Inge
Wer ist einem wohlgesonnen und wer nicht? Ich habe wieder einmal festgestellt, dass die Unterscheidung manchmal nicht ganz einfach fällt. Die Frage ist, welches Urteil über einen Menschen gilt, wann und für wie lange? Und wann lässt man sich von Personen auf falsche Fährten locken? Was diese Woche im Marienhof wieder alles passiert, zeigt deutlich, was ich meine: Ich verrate ja nun kein Geheimnis mehr, dass es offensichtlich ein gewaltiges Problem zwischen Raul und Juliette gibt. Doch plötzlich geraten die beiden in eine Situation, in der Raul über seinen Schatten springen muss. Er hat dabei die Chance, Juliette mit ganz anderen Augen zu sehen – nicht nur als Konkurrentin und potentielle Bedrohung seiner Beziehung mit Kerstin. Wird Raul seine Meinung über Juliette grundlegend revidieren? Ein anderes Beispiel: Marlon. Toni hat mir versichert, dass Marlon zu Beginn bei Nics Noch-Ehefrau Frida keine guten Absichten vermutete. Doch dann muss es Frida irgendwie gelungen sein, Marlon vom Gegenteil zu überzeugen. Auf einmal verteidigt Marlon Frida sogar! Hat Frida sich wirklich gewandelt? Oder schätzt Toni sie völlig falsch ein? Möglich ist alles, auch wenn ich bei Frida kein gutes Gefühl habe. Zumal die arme Toni jetzt auch noch befürchtet, dass sie wegen Fridas Einmischung Netty als Freundin verliert. Wie man sieht, das Rad der Sympathien dreht sich und stiftet ordentlich Verwirrung … Ich hoffe, dass am Ende aber doch Wahrheit und aufrichtige Freundschaft über allem stehen.
heute schreibe ich in eigener Sache. Mein Geschäftspartner Frederik und ich, wir haben festgestellt, dass das mit dem Waschsalon noch nicht ganz so läuft, wie wir uns das vorstellen. Unser Konzept, Waschen und Surfen im Internet, wird zwar offen angenommen, auf den richtig großen Ansturm warten wir allerdings vergeblich. Aber genau diesen könnten wir in finanzieller Hinsicht gut gebrauchen. In diesem Sinne: Waschen Sie eigentlich schon bei uns? Ich hoffe doch! Aber das überprüfe ich ein andermal.